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Wie viele Initiativen haben sich beworben? Wer wurde nominiert, wer ausgezeichnet? Diese und andere Fragen beantworten wir Ihnen hier.

Nazan Eckes und 15 Leseförderprojekte mit Deutschem Lesepreis 2019 ausgezeichnet

Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung vergeben Preis in sechs Kategorien / Auszeichnung ist mit insgesamt 25.000 € dotiert


Berlin, 7. November 2019. Die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung haben gestern Abend im Berliner Humboldt Carré den Deutschen Lesepreis an 16 Personen und Einrichtungen verliehen, die sich nachhaltig für die Leseförderung einsetzen. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert und wurde in sechs Kategorien vergeben: individuelles Engagement, kommunales Engagement, Sprach- und Leseförderung in Kitas, Leseförderung an Schulen, Leseförderung mit digitalen Medien und Sonderpreis für prominentes Engagement. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien. Er wird unterstützt von FRÖBEL e. V., PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, Arnulf Betzold GmbH, Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V., MELO Group GmbH & Co. KG und Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften sowie der Commerzbank-Stiftung.

Die Preisträgerinnen und Preisträger sind:

Herausragendes individuelles Engagement | Gestiftet von der PwC-Stiftung Jugend – Bildung - Kultur

1. Preis: Mirai Mens | Buchblog „Lass mal lesen!“ und Instagram-Kanal @lesehexemimi (Berlin)
Mirai Mens fordert auf ihren Kanälen zum Lesen auf. Mehr als hundert Buchempfehlungen und zahlreiche Gastbeiträge zeugen vom Erfolg der zum Zeitpunkt der Preisvergabe erst 13-Jährigen. Weitere Informationen.

2. Preis: Katrin Hoffmann | Festival „Buch & Bühne“, „Bücherwurm im Museumshaus“ und Stralsunder Büchertürme (Stralsund)
Die „Bücherfrau von Stralsund“ setzt sich mit einem Festival, Veranstaltungen und Buchvorstellungen dafür ein, dass die Menschen in ihrer Stadt lesen und auch Spaß daran haben. Weitere Informationen.

3. Preis: Ingrid Tödtmann und Faraj Younan | Leseabenteuer mit Faraj und Ingrid (Hilden)
Monatliche Lesungen für Groß und Klein aus einem Bilderbuch, abwechselnd vorgetragen auf Deutsch und Arabisch. Gespräche, neue Vokabeln, Spiele und Bastelangebote sind Teil des Konzepts. Weitere Informationen.

Herausragendes kommunales Engagement | Gestiftet von der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V.

1. Preis: BERLINER LESEPATEN (Berlin)
Das größte Ehrenamtsprojekt in Berlin: 2.300 Lesepaten gehen jede Woche in rund 320 Berliner Schulen und Kindertagesstätten und erreichen mehr als 12.000 Kinder und Jugendliche. Weitere Informationen.

2. Preis: ax-o e.V. | Coole Geschichten – junge männliche Geflüchtete werden Vorleser! (Aachen)
Zugewanderte junge Männer zwischen 14 und 22 Jahre lesen in Kindertagesstätten vor. Weitere Informationen.

3. Preis: Stadtjugendamt Erlangen | Mobiler Fachdienst Sprachförderung in der Bildungs- & Präventionskette (Erlangen)
Kooperationsnetzwerk, das bei jungen Menschen vom Krabbel- bis ins Jugendalter die Freude an Büchern, dem Sprechen und der deutschen Sprache wecken möchte. Weitere Informationen.

Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas | Gestiftet von FRÖBEL e.V.
1. Preis: Familienzentrum & Kindertagesstätte Niehler Elternverein e.V. (Köln)

Bücher selber machen, Lesungen besuchen, Bilderbuchkinos und Theaterstücke erleben: All das gehört zum Alltag der Kinder im Familienzentrum und Kindertagesstätte NEV. Weitere Informationen.

2. Preis: FABIDO FZ Stollenstraße (Dortmund)
Diese Kita möchte bei Kindern nachhaltig die Freude am Gestalten, Vorlesen und Erzählen wecken. Eltern helfen als Vorlesepatinnen beim Lesen lernen – auf Deutsch, Polnisch, Spanisch und Kurdisch. Weitere Informationen.

3. Preis: Kindertagesstätte Klettermax (Magdeburg)
Diese Kita vereint alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die Zusammenarbeit mit Familien und inklusive Pädagogik: Mit Leseecken, einem Geschichtenbaum, Bewegungsspielen und Erzähltheater: Weitere Informationen.

Herausragende Leseförderung an Schulen | Gestiftet von der Arnulf Betzold GmbH
1. Preis: Johann-Turmair-Realschule (Abensberg)

Eigens erarbeitetes Sprach- und Leseförderkonzept, das die Kinder, ihre Familien und Lehrkräfte gleichermaßen einbindet. In einem LESE(S)PASS werden Erfolg, Training und Lesesozialisation festgehalten. Weitere Informationen.

2. Preis: Janosch Grundschule (Troisdorf)
Leseförderung wird an dieser Schule als „Rund-um-sorglos-Paket“ praktiziert: Mit Lesetipps für Schüler und Eltern, Lesehaltestelle und -rätsel, Lesewochen und Buchdruckworkshops. Weitere Informationen.

3. Preis: Friedrich-Ebert-Schule (Mannheim)
Die Friedrich-Ebert-Schule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler ganzheitlich beim Lesen lernen: Mit einem fächerübergreifenden, neu gestalteten Sprachförderkonzept, das die Kinder auf ihrem individuellen Leistungsniveau abholt. Weitere Informationen.

Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien | Gestiftet von der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften
1. Preis: Grundschule Bad Münder | Podcast „Literafrosch – Frau Lindgrens Büchermagazin“ (Bad Münder)
Podcast, der von und für Kinder produziert wird. Vorgestellt werden in den kurzen hörspielartigen Beiträgen neu erschienene Kinderbücher, die mit zwei oder drei Quaks bewertet werden. Weitere Informationen.

2. Preis: Gymnasium Essen-Werden | Profilklasse Literatur+Medien (Essen)
Literatur und Medien stehen hier gleichberechtigt im Mittelpunkt. Klassenbibliotheken, Selfpublishing-Projekte und Performance-Workshops gehen Hand in Hand mit Virtual Reality- und Coding-Workshops. Weitere Informationen.

3. Preis: Siegfried-von-Vegesack-Realschule Regen | Der Computer schaut beim Lesen zu (Regen)
Mittels Eye-Tracking finden die Lehrkräfte heraus, welche Leseschwächen oder -stärken ihre Schulkinder haben. So können sie individuelle Lernpläne erstellen und gezielt Lesekompetenz fördern. Weitere Informationen.

Sonderpreis der Commerzbank-Stiftung für prominentes Engagement Nazan Eckes: Die Kölner Moderatorin setzt sich seit 2010 als Lesebotschafterin der Stiftung Lesen für mehr Vorlesezeit in Familien ein. Sie beteiligt sich regelmäßig beim Bundesweiten Vorlesetag mit Vorleseaktionen in Kitas und Schulen und hat 2014 unter dem Motto „Wer liest hat gut reden“ in einem TV-Spot für die Bedeutung des Lesens geworben. In zwei Kampagnen der Kosmetikhersteller Clinique und L’Oréal Lancôme ist es ihr 2016 und 2018 zudem gelungen, Spendengelder für Vorlesebibliotheken der Stiftung Lesen einzuwerben.

Die Schirmherrin des Lesepreises 2019, Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, lobte die innovativen Projekte zur Leseförderung: „Lesekompetenz ist in unserer multimedialen Welt der Schlüssel zu Wissen, Bildung und demokratischer Teilhabe. Es ist daher wichtig, so früh wie möglich Kindern und Jugendlichen kreative Förderangebote zu bieten und sie so für das Lesen zu begeistern. Deshalb werden einmal mehr innovative, kreative und mutige Projekte mit dem Deutschen Lesepreis ausgezeichnet. Die prämierten Initiativen greifen auf lokale Strukturen, vorhandene Netzwerke oder für die Zielgruppe passende Medien zurück – im virtuellen, im ländlichen wie auch im urbanen Raum, im Kindergarten, in der Schule, in der Buchhandlung oder im Museum. Es ist genau diese Vielfalt der Angebote, die die jungen Menschen in ihrer Lebenswelt abholen und Lust aufs Lesen machen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern, die sich auf vorbildliche Weise für die Leseförderung einsetzen. Auf der Festveranstaltung mit rund 280 geladenen Gästen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Kultur im Berliner Humboldt Carré betonte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen Dr. Jörg F. Maas: „Die Superkraft des (Vor-)Lesens ist unbestritten. Wer von klein auf viel Zeit mit Geschichten verbringt, kann sich gut konzentrieren, ist wortgewandt und hat ideale Bildungs- und Berufschancen. Doch zu viele Menschen in Deutschland profitieren nicht von dieser Superkraft: Jedes 5. Grundschulkind hat Probleme beim Lesen und 6,2 Millionen Erwachsenen gelten als gering literalisiert. Diese Menschen müssen wir mit guten Initiativen erreichen. Vorbild dafür sind die mit dem Deutschen Lesepreis 2019 prämierten Projekte: Sie sind kreativ, effektiv und setzen genau dort an, wo Leseförderung am notwendigsten ist. Meinen herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerinnen und Preisträgern.“
Astrid Kießling-Taşkın, Vorständin des Initiativpartners Commerzbank-Stiftung, ergänzte: „Die Fähigkeit, lesen zu können, ist ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Sie ermöglicht maßgeblich gesellschaftliche Teilhabe. Lesen schafft Sicherheit im Umgang mit Worten. Insofern hilft uns Lesen dabei, unseren Gedanken und Meinungen im Austausch mit anderen einen klaren Ausdruck zu verleihen. Dessen ist sich Nazan Eckes als erfolgreiche Moderatorin sehr bewusst. Und sie gibt diese Erfahrung mit Freude und Begeisterung als Lesebotschafterin der Stiftung Lesen insbesondere an Kinder und Jugendliche weiter. Mit ihrer Bekanntheit trägt sie dazu bei, dass das Thema Leseförderung im Blickpunkt der Öffentlichkeit bleibt. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, Nazan Eckes in diesem Jahr mit dem Deutschen Lesepreis der Commerzbank-Stiftung für ihr prominentes Engagement auszeichnen zu können.“

Der Deutsche Lesepreis
PISA-, IGLU-, Vorlesestudien der Stiftung Lesen und OECD-Berichte zeigen für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: Rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche sind lesebenachteiligt. Ihnen wird kaum oder wenig vorgelesen und sie verfügen in der Folge nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz. Um die Leseförderung für junge Menschen zu stärken und öffentlich sichtbar zu machen, vergeben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung seit 2013 den Deutschen Lesepreis

Nazan Eckes erhält den Deutschen Lesepreis 2019

Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung ehren die Moderatorin für ihr Engagement in der Leseförderung / Preisverleihung am 6. November in Berlin


Frankfurt/Mainz, 12. September 2019. Die Kölner Moderatorin Nazan Eckes wird in diesem Jahr mit dem Deutschen Lesepreis geehrt. Bereits zum zweiten Mal stiftet die Commerzbank-Stiftung ihren Sonderpreis an eine Person des öffentlichen Lebens, die zeigt, wie wichtig Lesen für den Einzelnen und die Gesellschaft ist.

Die Verleihung des Deutschen Lesepreises an Nazan Eckes findet statt am:

Mittwoch, 6. November 2019 um 18.30 Uhr im Humboldt Carré Behrenstraße 42, 10117 Berlin

Astrid Kießling-Taşkın, Vorständin der Commerzbank-Stiftung: „Prominentes Engagement schafft Aufmerksamkeit. Genau das braucht ein Thema mit gesamtgesellschaftlicher Relevanz wie die Leseförderung. Als erfolgreiche Moderatorin weiß Nazan Eckes, wie entscheidend die passenden Worte im richtigen Moment sind. Sie ist überzeugt, dass ihr das Lesen dabei immer wieder zu neuer Inspiration verhilft. Und das gibt sie mit Begeisterung bei ihren zahlreichen Lese-Einsätzen an ihre großen und kleinen Zuhörer weiter. Ich freue mich, dass Nazan Eckes in diesem Jahr unsere Preisträgerin ist.“

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: „Junge Familien brauchen Lesevorbilder. Sie geben Orientierung, inspirieren und ermutigen. Als prominente Lesebotschafterin für die Stiftung Lesen setzt sich Nazan Eckes seit vielen Jahren vehement für das Vorlesen ein. Nahbar, glaubwürdig und mit großer Freude zeigt sie jungen Eltern, dass sich die gemeinsame Geschichtenzeit lohnt – nicht für die Entwicklung ihrer Kinder, sondern für die ganze Familie. Wir danken Nazan Eckes für ihr außerordentliches Engagement und gratulieren herzlich zum Deutschen Lesepreis!“

Nazan Eckes, geboren am 9. Mai 1976 in Köln, ist eine deutsch-türkische Fernsehmoderatorin. Seit 1999 präsentiert sie verschiedene Unterhaltungs- und Nachrichtenformate, wie Let’s Dance, Deutschland sucht den Superstar und Explosiv. Neben ihrer Fernsehkarriere engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich. So setzt sie sich seit 2010 als Lesebotschafterin der Stiftung Lesen für mehr Vorlesezeit in Familien ein. Sie beteiligt sich regelmäßig beim Bundesweiten Vorlesetag mit Vorleseaktionen in Kitas und Schulen und hat 2014 unter dem Motto „Wer liest hat gut reden“ in einem TV- Spot für die Bedeutung des Lesens geworben. In zwei Kampagnen der Kosmetikhersteller Clinique und Lancôme ist es ihr 2016 bzw. 2018 zudem gelungen, Spendengelder für Vorlesebibliotheken der Stiftung Lesen einzuwerben. Für ihr langjähriges, herausragendes Engagement wurde Nazan Eckes 2017 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Der Deutsche Lesepreis
PISA-, IGLU-, Vorlesestudien der Stiftung Lesen und OECD-Berichte zeigen für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: Rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche sind lesebenachteiligt. Ihnen wird kaum oder wenig vorgelesen und sie verfügen in der Folge nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz. Darüber hinaus sind laut leo.-Level-One Studie 2018 rund 6,2 Millionen Erwachsene hierzulande gering literalisiert. Um die Leseförderung für Kinder und Jugendliche zu stärken und öffentlich sichtbar zu machen, vergeben die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung seit 2013 den Deutschen Lesepreis. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird unterstützt von FRÖBEL e.V., der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, der Arnulf Betzold GmbH, der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V., der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters.

Shortlist Deutscher Lesepreis 2019

So viele Bewerbungen wie nie zuvor: Rund 700 Einreichungen / 48 nominierte Projekte und Personen für Engagement in der Leseförderung / Preisverleihung am 6. November in Berlin


Frankfurt/Mainz, 22. August 2019. 48 Projekte und Personen in fünf Kategorien umfasst die Shortlist des Deutschen Lesepreises 2019. Ausgewählt wurden sie aus rund 700 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet – mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr. Zusätzlich verleiht die Commerzbank-Stiftung den Sonderpreis für prominentes Engagement an eine Person des öffentlichen Lebens. Die Preisträger werden am 6. November im Berliner Humboldt Carré offiziell gekürt. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative von Stiftung Lesen und Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Unterstützt werden die Initiatoren von FRÖBEL e.V., der PwC-Stiftung Jugend – Bildung – Kultur, der Arnulf Betzold GmbH, der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V., der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: „Jedes Kind in Deutschland hat ein Recht auf Leseförderung! Um junge Familien, Kita- und Schulkinder für das Lesen zu begeistern, braucht es jedoch Projekte, die zu ihrem Alltag passen und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. Die Shortlist des Deutschen Lesepreises zeigt auch in diesem Jahr, dass es im ganzen Bundesgebiet herausragende Initiativen gibt. Ob digital oder analog, in der Stadt oder auf dem Land, für kleine oder große Kinder: Diese Leseförderprojekte sind erfinderisch, erprobt und erfolgreich. Meinen herzlichen Glückwunsch und großen Dank an alle Nominierten!“

Astrid Kießling-Taşkın, Vorständin der Commerzbank-Stiftung, betont: „Die große Anzahl an Bewerbungen zeigt, wie bekannt und bedeutend der Lesepreis mittlerweile ist. Das macht uns als Mitinitiatoren natürlich stolz. Es zeigt aber auch, welche Wirkung mit nachhaltiger Förderung erzielt werden kann. Und das ist wesentlich wichtiger. Das ist genau das, was wir erreichen möchten: einen werthaltigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft leisten.“

Die Nominierten sind:

Herausragendes individuelles Engagement | Gestiftet von der PwC-Stiftung Jugend – Bildung - Kultur

  • Gabriele Aichele | Lesekreis „Die Buchfinken“ (Stuttgart)
  • Nicole Christiansen | Reading Teens (Hamburg)
  • Annegret Eddahbi | Harry Potter-Projekttag (Spaichingen)
  • Andrea Hildenbrand | Leseförderung an der Schillerschule Bissingen (Bietigheim-Bissingen)
  • Katrin Hoffmann | Festival Buch & Bühne, Bücherwurm im Museumshaus und Stralsunder Büchertürme (Stralsund)
  • Jasmin Kurz | Auf- und Anbau der Schülerbücherei (Süßen)
  • Mirai Mens | Buchblog Lass mal lesen! und Instagram-Kanal @lesehexemimi (Berlin)
  • Birgit Tenspolde | Wir lernen was – mit Lesespaß! (Speyer)
  • Ingrid Tödtmann & Faraj Younan | Leseabenteuer mit Ingrid und Faraj (Hilden)
  • Heike Walther | Auf der Suche nach dem kleinen Gespenst (Sprendlingen)

Herausragendes kommunales Engagement | Gestiftet von der Fachgemeinschaft buch.netz im Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V.

  • ax-o e.V. | Coole Geschichten – junge männliche Flüchtlinge werden Vorleser! (Aachen)
  • Bürgernetzwerk Bildung „Berliner Lesepaten“
  • Fachdienst Sprachförderung im Stadtjugendamt Erlangen | Mobiler Fachdienst Sprachförderung
  • Göttinger Literaturherbst | Weltliteratur für ALLE: Lesungen in Einfacher Sprache
  • Seiteneinsteiger e.V. (Hamburg)
  • Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg | Anstoß - Ein Buch für jeden Schulanfänger
  • Stadtbibliothek Gütersloh, Team Schulbibliotheken | Schulmediotheken
  • Stadtbibliothek Straubing | Neue Wege zum Lesen
  • Stadtbücherei Laichingen | Buch und Besuch
  • Stadtverwaltung Oberhausen / Jugendförderung | Förderung von Schüler*innen mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten an Oberhausener Grundschulen

Herausragende Sprach- und Leseförderung in Kitas | Gestiftet von Fröbel e.V.

  • Caritas-AufWind Kindergarten Meggen
  • Evangelische Kita Dünne (Bünde)
  • Evangelisches Kinder- und Familienzentrum Eiche (Ober-Ramstadt)
  • FABIDO FZ Stollenstraße (Dortmund)
  • Familienzentrum & Kindertagesstätte NEV (Köln)
  • Kinderhaus Sterntaler (Crimmitschau)
  • Kita Der Lustige Kater (Halle/Saale)
  • Kindertagesstätte Klettermax (Magdeburg)
  • St. Franziskus (Singen)
  • Städtische Kita und Familienzentrum Killingstraße (Münster)

Herausragende Leseförderung an Schulen | Gestiftet von der Arnulf Betzold GmbH

  • Friedrich-Ebert-Schule (Mannheim)
  • Grundschule Am Weinberg (Neuruppin)
  • Janosch Grundschule (Troisdorf)
  • Karl-Foerster-Schule (Potsdam)
  • Paul-Gerhardt-Schule (Lübeck)
  • Uhland-Grundschule (Mannheim)
  • Wiehagenschule (Gelsenkirchen)
  • Dietrich-Bonhoeffer-Realschule (Neustadt an der Aisch)
  • Johann-Turmair-Realschule (Abensberg)
  • Sekundarschule Beckum

Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien | Gestiftet von der MELO Group GmbH & Co. KG und der Stiftung Kinder fördern – Zukunft stiften

  • Bibliothek Moers | Die VOR-Leser / Moerser-Jugendbuch-Jury
  • GGS Ferdinand-Lassalle-Straße | Wir nutzen den Book Creator (Wuppertal)
  • Grundschule Bad Münder | Podcast Literafrosch – Frau Lindgrens Büchermagazin
  • Gymnasium Essen-Werden | Profilklasse Literatur + Medien
  • Kita Villa Kunterbunt | Geschichtenwerkstatt (Wolfhagen)
  • LegaKids Stiftung | LegaKids.net/kids (München)
  • LiteraturInitiative Berlin | Digitales Kurzfilm-Projekt „Helden in meinem Kiez“
  • Siegfried-von-Vegesack-Realschule Regen | „Der Computer schaut beim Lesen zu“

Der Sonderpreis für prominentes Engagement der Commerzbank-Stiftung
Die Commerzbank-Stiftung vergibt den „Sonderpreis für prominentes Engagement“ im Bereich der Leseförderung. Ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die durch ihre Popularität zeigt, was Lesen für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt bedeutet. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro geht an eine von der Preisträgerin oder dem Preisträger bestimmte Partnereinrichtung, die sich durch vorbildhaften Einsatz für die Leseförderung auszeichnet. Bewerbungen in dieser Kategorie sind nicht möglich. Die Auswahl treffen die beiden Initiatoren des Lesepreises gemeinsam mit Experten.

Lesekompetenz ist die entscheidende Grundlage für den Bildungserfolg und den weiteren Lebensweg von Kindern und Jugendlichen. Allerdings zeigen PISA- und IGLU-Studien sowie OECD-Berichte für die Lesekompetenz von Kindern in Deutschland seit Jahren große Defizite auf: 18,9% der Grundschulkinder und 16,2 % der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler verfügen nur über eine (sehr) schwache Lesekompetenz. Darüber hinaus können laut LEO-Studie 2018 rund 6,2 Millionen Erwachsene hierzulande nicht richtig lesen. Für eine funktionierende Gesellschaft bedarf es jedoch der Lesekompetenz all ihrer Mitglieder. Daher ist Leseförderung unabdingbar: überregional ebenso wie vor Ort. Flächendeckend lässt sich dies nur mit einem breiten gesellschaftlichen und individuellen Engagement umsetzen.

Um entsprechenden Einsatz zu stärken und zu würdigen, verleihen die Initiatoren seit 2013 jährlich den Deutschen Lesepreis an Menschen, die sich nachhaltig der Leseförderung über alle Zielgruppen hinweg verschreiben.